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Mikronährstoffe - zum Leben erforderlich

Mikronährstoffe sind für den Ablauf der lebenserhaltenden Prozesse im menschlichen Körper essentiell, das heisst unabdingbar notwendig. Sie sind am Stoffwechsel innerhalb der Zellen und damit an den Grundfunktionen des Körpers beteiligt. Eine ausreichende Zufuhr von Mikronährstoffen ist Voraussetzung für Zellwachstum und damit auch u.a. für die ständige Erneuerung von Haut, Knochen oder Muskulatur.

Die Gruppe der Mikronährstoffe steht im Gegensatz zu den Makronährstoffen. Makronährstoffe (Fett, Eiweiss und Kohlenhydrate) sind die Energielieferanten des Körpers, wogegen Mikronährstoffe keine Energie liefern, aber dennoch vom Körper unbedingt gebraucht werden. Zu den Mikronährstoffen zählen vor allem Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Bei einer strikt ausgewogenen Ernährung können Mikronährstoffe bis auf Ausnahmen in ausreichender Menge durch die Nahrung zugeführt werden. Unter bestimmten Voraussetzungen, wie z.B. einer Disbalance in der Ernährung, kann ein erhöhter Bedarf an Nährstoffen durch Nahrungsergänzungsmittel gedeckt werden. Auch bei regelmässigem Konsum von Nikotin (Raucher) und Alkohol (dies meint nicht Alkoholismus, sondern übliche Mengen an Wein, Bier oder Spirituosen, wie sie von vielen Menschen täglich genossen werden) kann ein Defizit an Mikronährstoffen entstehen, dem mit einer gezielten Veränderung der Zusammensetzung der täglichen Ernährung und/oder mit Nahrungsergänzungsmitteln entgegengewirkt werden kann.

Empfehlungen bei bei Konsum von Nikotin und Alkohol

Kuklinski führt unter den wichtigsten Nährstoffen für Raucher in erhöhter Dosierung Vitamin C, Selen, Zink, Vitamin E, Vitamin B3 und Cystein. Bei Alkoholkonsum ist laut Kuklinski unbedingt auf eine gesteigerte Zufuhr folgender Nährstoffe zu achten: Vitamin C, Selen, Magnesium, Zink, Vitamin E, Vitamine B1, B6, B12, Folsäure und Cystein.

Vitalstoffe Pro und Contra

Der Begriff Vitalstoffe - 1935 erstmals eingeführt - wird vielfach synonym für Mikronährstoffe verwendet, da diese neben anderen Stoffen wie Wasser, Sauerstoff, Proteinen und Enzymen zu den Stoffen gehören, die eine grundlegende Rolle beim Stoffwechsel spielen. Nach Ansicht der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (deren Ansichten zur Versorgung mit Mikronährstoffen aktuell freilich immer stärker wissenschaftlich kritisiert und vielfach als unfundiert bezeichnet werden, d.Verf.) sei der Begriff Vitalstoffe zu ungenau. In der Orthomolekularen Medizin und der Literatur hierzu spielt er dagegen eine wichtige Rolle. (Quelle: Wikipedia)

Über die Bedeutung von Mikronährstoffen bei der Behandlung chronischer Erkrankungen, von Müdigkeit und Erschöpfung informieren hervorragend die Bücher von Dr. Bodo Kuklinski und Dr. Klaus Erpenbach, beide herausragende Vertreter und Kenner der Orthomolekularn Medizin (unter diesem Artikel finden Sie Links zu diesen Büchern).

Überernährt und zugleich mangelernährt

Dr. Erpenbach kritisiert auf der Grundlage seiner langjährigen klinischen Erfahrungen das konservative Ernährungskonzept, wie es etwa ohne Berücksichtigung neuerer Erkenntnisse von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung mit ihrer auf einer massenhaften Kohlenhydrat-Zufuhr basierenden Nahrungsempfehlung vertreten wird, zusammengefasst mit der Feststellung: „Der ‚zivilisierte‘ Menschen ist überernährt, was die Kalorien angeht, jedoch gleichzeitig mangelernährt, was die Mikronährstoffe betrifft“.

Auch bei der Idee des sogenannten Anti Aging, der Gegensteuerung zu den Alterungsprozessen, spielt der Einfluss auf die Vitalfunktionen über Mikronährstoffe eine wichtige Rolle.